Geschichten aus der Schachtelwerkstatt
Einmal war wieder Advent herangenaht, ohne dass ich es geschafft hätte, eine Adventsleine für meine 2 Süßen fertig zu machen. Wäre ein kleines festes Haus mit Zimmern, in die ich nur etwas hineinzufüllen brauchte, ohne dass man von außen sehen könnte, ob in Nr. 17 schon etwas drin steckte, nicht einfach schön?

Vielleicht sogar ein wunderschönes Schloss, das auch schon eine ganze Weile vor dem 1. Dezember verheißungsvoll dastehen könnte, ohne dass die kleinen Überraschungen sicht- oder erfassbar wären, welches aber die Freude und Spannung der Kinder und auch der Erwachsenen anspornte?

Und wenn nun auch noch ein besonderes Bild jenes Türchen zierte, welches man öffnen durfte (besonders, wenn man den Kalender mit Anderen teilte)! Ließe sich hier nicht gleich ein weiterer Kalender - ein Erzählkalender gestalten, so dass sich jeden Tag zur kleinen Überraschung auch noch ein erzähltes Märchen gesellte? Welche Freude könnte das doch sein!

Das war die Geburtsstunde der Advents- und Wartehäuschen, der Schlösser, Burgen und Türme, mit denen die Zeit der Erwartung versüßt und verzaubert werden kann.

Längst sind aus den kleinen Süßen Große geworden und Märchen wollen sie nicht mehr hören. Aber das Haus, das wird jedes Jahr auf's Neue gebraucht. Es muss da stehen: verwunschen - zauberisch - adventlich.